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Der Begriff Islam

Islam (Gottergebenheit [1]) ist jene Haltung, die Din erfüllt in der Hingabe an Gott. Abgeleitet ist das Wort vom IV. Stamm der Wortwurzel s-l-m, was "heil, unversehrt, ganz, vollständig, sicher, frei sein" bedeutet. Islam im Sinne einer Weltreligion ist nur eine, und nicht grundlegende Bedeutung des Wortes. Auch, das alle Dinge den Naturgesetzen Gottes gehorchen, kann als Islam bezeichnet werden, bis hin zu jeder Handlung, die Gott gefällt. Nach Aussage des Koran hat der Prophet Muhammad keine neuartige Religion gebracht [2], sondern vielmehr die Urreligion der Menschheit wiederbelebt [3]. Adam wird dabei als erster in der Reihe der Propheten gesehen [4].
Wörter wie Salam ("Unversehrtheit, Friede, Sicherheit") und Muslim ("der sich Gott Hingebende, Dienende") sind mit dem Wort Islam verwandt, da sie aus der gleichen Wortwurzel gebildet werden.

Zu seinem Zeichen gehört auch, dass er euch den Blitz zeigt - zu Furcht und Hoffen - und dass er Wasser vom Himmel herabsendet und ihm die Erde aus ihrer Leblosigkeit erweckt. Darin sind fürwahr Zeichen für einsichtige Leute. (Koran 30:24)

Der Begriff "Din" für Religion

Das arabische Wort Din ("Religion") ist verwandt mit dem Wort dain ("schulden") und bezeichnet sinngemäß das, was der Mensch Gott, sich selbst und der Schöpfung insgesamt schuldet. Nach islamischer Ansicht ist damit eine ethisch verantwortete Lebensweise gemeint, die alle Lebensäußerungen umfasst und auf dem Hintergrund der Beziehungen des Menschen ordnet, nämlich zu seinem Schöpfer, sich selbst, seinen Mitmenschen, den Geschöpfen und zur Schöpfung insgesamt. Din ist somit ein System gegenseitiger Verpflichtungen, sowohl zwischen Mensch und Gott, näher bezeichnet als Bund Gottes mit den Menschen (mit bestimmten prophetischen Persönlichkeiten oder mit einzelnen Völkern), und auch zwischen den Menschen untereinander.

Die Pflege dieser Beziehungen und die Wahrung der damit verbundenen Rechte und Pflichten ist die Verwirklichung des religiös-ethischen Lebensprinzips (iqamatu 'd-Din). Am "Tag des Gerichts" (yaumu'd-Din) werden die aus dem Gleichgewicht geratenen Beziehungen wiederhergestellt und die ethischen Werte und Ziele voll verwirklicht.
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[1] "Wahrlich, die Religion bei Gott ist die Gottergebenheit (Islam)." (3:20)
[2] "Sprich: «Ich bin keine neue Erscheinung unter den Gesandten, und ich weiß nicht, was mit mir oder mit euch geschehen wird. Ich folge bloß dem, was mir offenbart wurde; und ich bin nur ein erklärender Warner.»" (46:10)
[3] "Er (Gott) hat euch in der Religion das vorgeschrieben, was er Noah zum Vermächtnis gegeben hat und was Wir dir (Muhammad) offenbart haben und was wir Abraham, Mose und Jesus zum Vermächtnis gegeben haben: Nämlich, bleibt standhaft in der Religion, und seid nicht gespalten darin." (42:14)
[4]"Gott erwählte Adam und Noah und das Haus Abrahams und das Haus Imrans vor den Völkern, ein Geschlecht, die einen von den anderen; und Gott ist allhörend, allwissend." (3:34 f.)